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Hauskonzept im Test

Hier darf schon mal gekostet werden

Qualifizierungsoffensive im Wohnbereich St. Anna. Was steht hinter diesem Begriff? Was bedeutet es für die Mitarbeitenden im Senioren­zentrum St. Martinus und was für die Bewohnerinnen und Bewohner? Warum kochen wir jetzt in unserem Gruppenraum und nicht mehr in der Zentralküche, warum riecht es auf einmal nach Essen und frischen Kaffee?


Wir möchten gerne diese Fragen für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Bewohnerinnen und Bewohner beantworten. Nach dem geplanten Umzug in unsere beiden neuen Einrichtungen in Göppingen-Reusch und Wangen, werden wir die Häuser nach dem Konzept der stationären Hausgemeinschaft betreiben. In kleinen überschaubaren Gruppen mit jeweils fünfzehn Bewohnerinnen und Bewohner wird der Tagesablauf in den gemütlichen Wohnküchen nach dem ›normalen‹ Alltag gestaltet. Es gibt ­keine Zentralküche mehr, sondern in den Wohnküchen werden alle Mahlzeiten teilweise mit den Bewohnerinnen und Bewohnern frisch erstellt und auch dort gemeinsam gegessen. Die Bewohner können sich, je nach ihren individuellen Möglichkeiten mit einbringen und am Alltagsgeschehen teilhaben.

Dabei-sein zählt

Teilhabe bedeutet nicht unbedingt selbst aktiv zu werden. Das Dabei-sein zählt, sehen wie die Kartoffeln geschält und der Salat gewaschen wird, reges Treiben, Lachen und Stimmen erleben. Die pflegerischen Abläufe sind nicht mehr im Vordergrund wie bisher sondern der ganz normal Alltag, wie ihn auch unsere demenziellen Bewohnerinnen und Bewohner noch kennen. Wie eine Großfamilie spielt sich ein Großteil des Tages in der Wohnküche und dem integrierten Wohnzimmer ab. Auch die Fachkraft für soziale Beschäftigung wird in den Kleingruppen Aktivitäten anbieten und zusätzlich zu den Einzelangeboten individuell über die MAKS- Therapie (Motorische, Alltagspraktische, Kognitive und Soziale Aktivierung) die Bewohnerinnen und Bewohner einbinden.

Mehr Handlungssicherheit

Alle Aufgaben und Prozesse, die wir künftig auch in den neuen Häusern umsetzen wollen, können jetzt eingeübt und erprobt werden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Bewohnerinnen und Bewohner werden auf die neue Situation vorbereitet. Denn die Umzüge im kommenden Jahr bringen viele Veränderungen. Teams werden neu zusammen gesetzt, Bewohnergruppen anders verteilt, die neuen Räumlichkeiten müssen erst wieder mit Leben gefüllt werden. Die Qualifizierungsoffensive in St. Anna ist eine tolle Möglichkeit und große Chance all die neuen Prozesse und Tätigkeiten jetzt schon zu erlernen und neue Routinen zu entwickeln um in Zukunft Handlungssicherheit zu geben. Auch hilft sie die Bewohnerinnen und Bewohner und ihre Möglichkeiten zu beobachten und daraus gute Aufgaben für jeden Einzelnen zu entdecken, um ihn mit in das Leben einzubinden. Das Kochen in der Kleingruppe erfordert neue Kompetenzen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die zukünftig in der Präsenz tätig sein werden. Fünfzehn Bewohner mit einem abwechslungsreichen Essen zu versorgen, ein Gefühl für die richtigen Mengen und Gewürze zu entwickeln ist eine Herausforderung. Vera Schmidtmann, unsere Küchenchefin wird vor Ort anleiten und unter die Arme greifen.

Fit für das neue Konzept

Die enge Verzahnung von Abläufen der Fachpflegekräfte, der Präsenzkräfte in den Wohnküchen und der Betreuungskräfte erfordert Übung und Vorbereitung. Jeder hat seine Aufgaben und jeder ist ein Bestandteil einer guten Tagesgestaltung für unsere Bewohnerinnen und Bewohner. Wir lernen alle gemeinsam jeden Tag ein Stück hinzu und nutzen die Zeit bis Oktober 2020 um uns fit zu machen für unsere neues Konzept. 


Anton Glas, Leiter der Altenhilfe Region Göppingen

Aus der Region Göppingen , von  Gabriele Roth , 21. Jun. 2019
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