"Fachlich eine große Herausforderung"

Irmgard Boxriker, Sabine Gisbrecht, Isolde Otto-Langer
Irmgard Boxriker (Leitung St. Anna), Sabine Gisbrecht, Isolde Otto-Langer (Regionalleiterin Vinzenz von Paul gGmbH) (v.l.)

Sabine Gisbrecht ist neue Leiterin der Wachkomastation in St. Anna

Seit 01. Oktober leitet Sabine Gisbrecht die Wachkomastation im Pflegeheim St. Anna in Schwäbisch Gmünd. Jetzt wurde sie in einer kleinen Feier mit Bewohnern und Angehörigen offiziell eingesetzt.

Sabine Gisbrecht kehrte nach ihrer Elternzeit als Leiterin des Pflegebereichs in „ihre“ Wohngruppe zurück. Bereits seit 2011 hatte sie nach einer Weiterbildung in außerklinischer Intensivpflege auf der Wachkomastation gearbeitet. Für Sabine Gisbrecht kommt kein anderer Arbeitsplatz in Frage. „Wachkoma-Pflege ist außerordentlich vielseitig und anspruchsvoll, weil zur klassischen Pflege auch noch der medizinische Aspekt kommt“ sagt die 26-jährige, „und wir sind hier pflegefachlich auf einem sehr hohen Niveau.“

Dass dieses Niveau gehalten und sogar weiter ausgebaut wird, da ist sich Isolde Otto-Langer sicher. Sie ist als Regionalleiterin Schwäbisch Gmünd bei der Vinzenz von Paul gGmbH auch für die Wachkomastation verantwortlich. „Sabine Gisbrecht ist nicht nur fachlich sehr kompetent. Sie kennt auch das Team und die Abläufe in- und auswendig und geht ihre Aufgabe geradlinig und mit klaren Vorstellungen an“, freut sie sich über die aus ihrer Sicht „optimale Stellenbesetzung“.

Das Team auf der Wachkomastation war auch für Sabine Gisbrecht der letzte Anstoß, sich um die Leitung zu bewerben: „Wir haben hier engagierte Kollegen, die ich ja teilweise seit vielen Jahren kenne. Ohne ihren Rückhalt hätte ich diesen Schritt nicht gemacht.“

 

Info: Wachkoma

Streng genommen verbergen sich hinter dem umgangssprachlichen Begriff Wachkoma schwere Schädigungen des Großhirns, die jede bewusste Handlung – z.B. Bewegen, Sprechen oder Erkennen von Angehörigen – dauerhaft unmöglich machen. Gleichzeitig bleiben die grundlegenden Lebensfunktionen und unbewusste Bewegungen, also Atmung, Herzschlag, unkontrollierte Augenbewegungen, erhalten.

In der Praxis ist der Übergang zum sogenannten minimally conscious state fließend. Oft sind also eingeschränkte Kommunikation und generell Verbesserungen im Zustand der Patienten doch möglich. Allerdings meist nur sehr langsam und in kleinen Schritten.

Die Wachkomastation in St. Anna ist mit derzeit 18 Bewohnern voll belegt, eine Warteliste existiert.

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Gruppe_Wachkoma.jpg1.0 M
Aus der Region Schwäbisch Gmünd , von  Dennis Wolpert , 07. Dez. 2017
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