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Mit den Händen die Umwelt begreifen – Auszubildende fertigt Demenzdecken

Im eigenen Nähstüble des Seniorenzentrums fertigt Katharina Jörg (links) unter der Anleitung ihrer Ausbilderin die Demenzdecken.
Im eigenen Nähstüble des Seniorenzentrums fertigt Katharina Jörg (links) unter der Anleitung ihrer Ausbilderin die Demenzdecken.

16 Quadrate aus verschiedenen Stoffen, Farben und Mustern. Aneinander genäht und mit Spielereien wie Bordüren versehen, werden sie zu einer Erlebniswelt auf 80 Quadratzentimetern.

Gefertigt hat die so genannten Demenzdecken Katharina Jörg, Auszubildende zur Hauswirtschafterin im Seniorenzentrum Carl-Joseph. „Nähen ist Teil der Ausbildung und wir wollten die praktische Übung direkt mit unserer Arbeit in der Altenhilfe verknüpfen“, so Tanja Kartheininger, Leiterin der Hauswirtschaft und Ausbilderin.

Anregend und gleichzeitig beruhigend

Demenzdecken bieten mit ihren unterschiedlichen Stoffen, Reiß- und Klettverschlüssen, Knöpfen oder Taschen zahlreiche Angebote zum Fühlen und Spielen. „Der Tastsinn ist für jeden Menschen wichtig, aber gerade für Menschen mit Demenz spielt er nochmals eine besondere Rolle. Sie begreifen gerne ihre Umwelt im wahrsten Sinne des Wortes, wischen mit ihren Händen über den Tisch oder nesteln an der Kleidung“, erklärt Kartheininger. Mit der Demenzdecke finden die Hände eine abwechslungsreiche Anlaufstelle, gleichzeitig setzt sie sensorische Reize und trainiert die Motorik.

Lernen mit Sinn

Der kreativen Gestaltung sind dabei keine Grenzen gesetzt. „Das Nähen, was sonst nicht unbedingt mein Lieblingsfach ist, hat so richtig Spaß gemacht, weil die Bewohner davon viel mehr haben als nur von einer Tischdecke. Gleichzeitig konnte ich mich an verschiedenen Stoffen und Techniken ausprobieren“, freut sich Jörg. Bisher hat sie zwei Decken angefertigt. „Wenn die Demenzdecken gut ankommen, werden wir sicher noch ein paar machen und uns wieder neue Tasterlebnisse einfallen lassen“, so Kartheininger.

Aus der Region Allgäu , von  Christina Pirker , 25. Apr. 2019
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