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Drei Attraktionen in 72 Stunden geschaffen - Jugendliche bauen Erlebniswägen für Senioren

Der stellvertretende Pflegedienstleiter Christoph Schnoor (hinten links stehend) begleitet die 72 Stunden Aktion mit seinem Team im Seniorenzentrum St. Vinzenz.
Der stellvertretende Pflegedienstleiter Christoph Schnoor (hinten links stehend) begleitet die 72 Stunden Aktion mit seinem Team im Seniorenzentrum St. Vinzenz.

Mit einer fahrbaren Sinnesbox, einem Marktwagen und einem Hochbeet auf Rollen haben im Seniorenzentrum St. Vinzenz gleich drei neue Aktivitäten Einzug gehalten. Unter dem Motto „Uns schickt der Himmel" haben rund 20 Jugendliche der Katholischen Studierenden Jugend in Wangen die Erlebniswägen eigenständig geplant und umgesetzt. Vor allem haben sie sich mit dem Leben im Alter beschäftigt.

Einblicke in die Altenpflege

„Wir wollten die Aktion bewusst dafür nutzen, nicht nur etwas zu bauen, sondern vor allem für die Bedürfnisse im Alter zu sensibilisieren", erklärt Christoph Schnoor, stellvertretender Pflegedienstleiter im Seniorenzentrum, der die Aktion begleitet hat. Entsprechend starteten die 72 Stunden mit der Vorstellung der Sozialstation und des Seniorenzentrums St. Vinzenz sowie der im Juni öffnenden Tagespflege St. Vinzenz, „um verschiedene Unterstützungsformen kennenzulernen", so der 30-jährige gelernte Altenpfleger.

Soziales Engagement mit Spaßfaktor

Anschließend folgte mittels Demenzparcours, Alterssimulationsanzug und Rollenspielen eine Sensiblisierungseinheit. „Wer mal am eigenen Leib erfahren hat, wie anstrengend es sein kann, sich zu bücken, der hilft automatisch, wenn das nächste Mal einem Senioren etwas runterfällt", erläutert Schnoor.

Aufbauend auf dem Grundverständnis für die Bedürfnisse im Alter, ging es dann an die Planung der drei Wägen. So war jedem Jugendlichen klar, warum ein Hochbeet mit einem Rollstuhl unterfahrbar sein muss, wie die Sinnesbox den Tast- oder Geruchssinn trainieren kann und warum es wichtig ist, dass die Geräte fahrbar sind. „So können wir Menschen in ihrem Zimmer besuchen, die ihr Bett nicht mehr verlassen können. Statt auf den Markt zu gehen, kommt etwas Marktflair zukünftig einmal in der Woche zu ihnen", so Schnoor, der die Aktion begrüßt. „Es ist toll zu sehen, wie viele Jugendliche bereit sind, sich in ihrer Freizeit für den anderen einzubringen." 

Aus der Region Allgäu , von  Christina Pirker , 27. Mai. 2019
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