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Ein bunter Schirm guter Wünsche

Sr. Clarissima unter einem bunten Schirm der guten Wünsche
Sr. Edith

Verabschiedung der Barmherzigen Schwestern im Seniorenwohn- und Pflegeheim St. Antonius

Mit einem bunten Schirm der guten Wünsche wurden am 23. Mai die Schwestern Edith Schillsott und Sr. Clarissima Kolb herzlich verabschiedet. Sie kehren zurück ins Kloster nach Untermarchtal. An die 30 Gäste hatten sich dazu im Begegnungsraum im Seniorenwohn-und Pflegeheim St. Antonius versammelt.

"Über 12 Jahre waren die Schwestern die Seele des Hause", so Ursula Niemczewski, Regionalleiterin der Vinzenz von Paul gGmbH Region Bad Saulgau. "Ich hatte stets das warme Gefühl des Aufgehobenseins, wenn ich den Schwestern begegnet bin. Ohne den ständigen und unermüdlichen Einsatz der Schwestern, wäre das Haus nicht das, was es heute ist."

Sr. Clarissima und Sr. Edith waren in der Gemeinde stark präsent. Vielen ist Sr. Clarissima bekannt, saß sie viele Jahre an der Pforte und begrüßte einen mit einem Lächeln und aufmunternden Wort. Auch manch schöner Blumenschmuck im Haus ist Ihr zu verdanken. Stets unterstützte Sie tatkräftig in allen Bereichen, in denen Hilfe nötig war. Sr. Edith, die leider aus gesundheitlichen Gründen an der Feier nicht teilnehmen konnte, war die Vernetzung zur Pfarrarbeit sehr wichtig. Über viele Jahre hinweg übernahm sie die Leitung des Krankenhaus-Besuchsdiensts. Zudem baute sie die Hospizgruppe in Bad Saulgau mit auf und war dort lange Zeit führend tätig. Ein besonderes Herzensthema für sie war es Menschen in den Blick zu nehmen, die am Rande der Gesellschaft stehen und diese teilhaben zu lassen, wahrzunehmen und einzubinden. Aus dieser Haltung entstand auch der Gottesdienst für Menschen mit Demenz. Wichtig war es beiden Schwestern stets die vinzentinische Botschaft zu transportieren. Viele Jahre waren waren sie zudem auch im Haus für Senioren in Langenenslingen tätig. Sie übernahmen den Aufbau und Verankerung der Seelsorgebegleitung.

Auch mit dem Weggang der Schwestern soll der christliche Geist, die vinzentinische Tradition und ihr Werteverständnis erhalten bleiben. Weiterhin werden durch Barmherzige Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul in Untermarchtal Impulse für die Seelsorge gesetzt, Fortbildungen angeboten, regelmäßige Begegnungen und Kontakte gepflegt. Die seelsorgliche Präsenz im St. Antonius liegt in den Händen von Rita Kappeler, der Seelsorgebeauftragten der Vinzenz von Paul gGmbH der Region Bad Saulgau und den Seelsorgebegleiterinnen, die diese spezielle Aufgabe schon seit vielen Jahren in den verschiedenen Teams der Einrichtung wahrnehmen und dafür eigens geschult und begleitet werden.

"Die Schwestern haben Wegspuren hinterlassen, die andere weitergehen", so Rita Kapeller."Herzensspuren der Güte, der Anerkennung, des Trostes und des Beistands".

Sr. Gabriele Maria Sorg, Generalrätin der Genossenschaft der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul e.V. würdigte und dankte beiden Schwestern, auch im Namen des gesamten Generalrates, für Ihr Wirken mit ganzer Kraft und Herzblut im Geiste des hl. Vinzenz von Paul.

In Form eines persönlichen Gedichts verabschiedeten Elena Rau, Hausleitung im St. Antonius gemeinsam mit Pflegedienstleister Rolf Domakowski die Schwestern.

 Worte großer Dankbarkeit wurden ebenso von Seiten des Heimbeirats, der Mitarbeitenden und ehrenamtlich Tätigen ausgesprochen.

"Da brauch ich ja a Schubkarre bei so viel Dank und Geschenke" freute sich Sr. Clarissima. Auf die Wünsche zum Ruhestand entgegnete Sie lächelnd: "Irgend a Arbeit werd ich schon finden".

Die Musikalische Gestaltung am Klavier übernahm Gabriele Burth, ehrenamtlich Tätige im Seniorenwohn-und Pflegeheim St. Antonius.

 

 

Aus der Region Bad Saulgau , von  Christella Daiber , 29. Mai. 2019
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