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Der schönste Beruf der Welt

Glücklich in ihrer Arbeit

Alltagsbegleiterin in der ambulant betreuten Wohngemeinschaft Haus Adlerplatz

Mit einem Lächeln betritt Gabriele Stehle Ihren Arbeitsplatz, die Wohngemeinschaft Haus Adlerplatz in Laiz. Seit zwei Jahren ist sie hier als Alltagsbegleiterin für die Vinzenz von Paul gGmbH tätig. "Für mich, der schönste Beruf der Welt", freut sie sich.

"Hier bin ich alles: Hauswirtschafterin, Seelsorgerin, pflegerische Assistentin und auch Gärtnerin. Ich unterstütze, aktiviere und begleite je nach Bedarf die Bewohnerinnen und Bewohner. Auch meine früheren Hobbies kommen hier zum Einsatz, ich spiele Gitarre, Akkordeon und singe wieder. Der WG-Alltag ist für mich wie Familienalltag, da hier maximal 12 Bewohner leben. Da kennt man sich und weiß genau, wer auf welche Art begleitet werden will und wer welches Lieblingsessen hat. Heute gibt es übrigens Käsespätzle."

Eines ist Gabriele Stehle bei Ihrer Arbeit als Alltagsbegleiterin besonders wichtig: " Hier habe ich die Zeit, die Menschen dort abzuholen, wo sie sich gerade gedanklich befinden. Und wir haben die Zeit gemeinsam zu lachen, wenn das Leben wieder mal die schönsten Anekdoten schreibt."

Alltagsbegleiter ist kein Beruf, der eine bestimmte Ausbildung voraussetzt. Allerdings ist eine Ausbildung in einem sozialen Beruf von Vorteil. Passende Kurse bietet auch die Akademie für Gesundheit und Soziales in Laiz an.

Die ebenfalls im Ort beheimatete Wohngemeinschaft Haus Adlerplatz bietet Lebensraum für Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz. Es ist keine Einrichtung mit Vollversorgung, sondern vielmehr ein Wohnen wie zuhause, nur inklusive 24 Stunden Betreuung. Die Fachpflege übernimmt bei Bedarf der selbstgewählte ambulante Pflegedienst wie die Sozialstation Vinzenz von Paul. Es ist keine festgelegte Struktur vorgegeben, sondern alles, was in der Wohngemeinschaft geschieht oder nicht geschieht, wird von den Bewohnern und den Angehörigen selbst bestimmt. Die Tagesstruktur, der Speiseplan, mögliche Feierlichkeiten und auch die Höhe des Haushaltsgeldes.

Das selbstbestimmte Leben und die Atmosphäre in dieser Wohnform werden durch das Einbringen und das Engagement von Angehörigen und ehrenamtlich Tätigen ergänzt. "Da sind schon mal alle Stühle belegt und wir müssen in die Räumlichkeit der angrenzenden Begegnungsstätte umziehen", erzählt Katharina Niederwolfsgruber, Koordinationskraft der ambulant betreuten Wohngemeinschaft. "Die Unterstützung bei der Alltagsgestaltung durch die Angehörigen ist sehr wichtig um das Leben in familienähnlicher Form aufrechterhalten zu können. Dankbar sind alle den bürgerschaftlich Tätigen, die immer wieder besondere Abwechslung bieten" betont sie.

Auch Ihre Arbeit erfüllt sie mit großer Freude. " Wenn ich mit den Worten begrüßt werde: "wie schön, dass Du da bist", da geht mir das Herz auf.".

Aus der Region Sigmaringen , von  Christella Daiber , 15. Aug. 2019
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