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Seelsorgebeauftragter Hermann Brodmann

| Region Sigmaringen | Tübingen

Seelsorgebeauftragter Hermann Brodmann

Hermann Brodmann übernimmt weitere Aufgaben bei der katholischen Seelsorgeeinheit Sigmaringen

 

Sigmaringen – Zum 1. Mai übernimmt Pastoralreferent Hermann Brodmann weitere Aufgaben bei der katholischen Seelsorgeeinheit Sigmaringen. Damit endet seine zehnjährige Tätigkeit als Seelsorgebeauftragter der Vinzenz von Paul gGmbH der Region Sigmaringen. Für die Vinzenz-Einrichtungen im Bereich der Seelsorgeeinheit bleibt er Ansprechpartner im Rahmen seines neuen Arbeitsfeldes „Ökologie und Soziales“. Die Erhöhung seines Beschäftigungsumfangs bei der katholischen Seelsorgeeinheit Sigmaringen geht auf die Initiative von Pfarrer Baumgartner zurück.

 

Zehn Jahre lang hat Hermann Brodmann als Seelsorgebeauftragter für die Vinzenz von Paul gGmbH der Region Sigmaringen gewirkt. Zählten anfänglich vier Sigmaringer Einrichtungen  zu seinem Aufgabengebiet, wuchs der Bereich 2018 um weitere sechs Einrichtungen und Dienste des Trägers innerhalb der Region. In 2020 folgte die Ausweitung seines Aufgabengebietes bis nach Tübingen, so dass er seitdem insgesamt 13 Einrichtungen und Dienste an sechs Standorten betreute. Zu seinen vielfältigen Aufgaben zählten regelmäßig stattfindende Gottesdienste, die Moderation von ethischen Fallbesprechungen, die Einführung neuer Mitarbeiter in das Seelsorgeverständnis des Trägers, die Gestaltung spiritueller Impulse und seelsorgerlicher Beistand  für Bewohner, Kunden, Angehörigen ebenso wie Kollegen und Besucher. „In unzähligen Gesprächen mit Mitarbeitern und Leitungskräften, sei es in Teambesprechungen, regelmäßigen Workshops oder auch einfach bei einem kurzen Austausch im Flur, begegnete Hermann Brodmann allen stets mit großem Interesse und offenem Herz, Auge und Ohr“, betont Regionalleiterin Barbara Jungwirth. Durch wöchentliche Onlineimpulse, Videokonferenzen und dem Reflexionstreffen “Zwischenstopp im Coronamodus“ sorgte er für eine tragfähige Form der Mitarbeiterbegleitung gerade in Zeiten der Pandemie. Auch zur Entwicklung des Seelsorgekonzepts des Trägers habe er maßgeblich beigetragen, so Jungwirth.

 

Hierin heißt es: „Die Sorge um den ganzen Menschen (Körper, Psyche, Geist) verstehen wir als Auftrag aller. Mit unseren persönlichen Fähigkeiten und Aufgaben tragen wir die Seelsorge gemeinsam und tragen damit dazu bei, dass der andere in Würde leben und arbeiten kann.“ Das gelebte Seelsorge- und Werteverständnis in den Einrichtungen und Dienste der Vinzenz von Paul hat bereits lange vinzentinische Tradition. Auch heute werden durch  die Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul in Untermarchtal Impulse für die Seelsorge gesetzt, Fortbildungen angeboten, regelmäßige Begegnungen und Kontakte gepflegt. Die seelsorgliche Präsenz in den Einrichtungen des Trägers der Region Sigmaringen liegt weiterhin in den Händen der 46 Seelsorgebegleiterinnen, die diese spezielle Aufgabe schon seit vielen Jahren in den verschiedenen Teams der Einrichtungen  wahrnehmen und dafür eigens geschult und begleitet werden. Auch in seiner neuen Funktion in der katholischen Kirchengemeinde Sigmaringen wird Hermann Brodmann weiterhin und im Rahmen des Möglichen Ansprechpartner für die Vinzenz von Paul gGmbH in der Stadt Sigmaringen bleiben. „Wir sind sehr dankbar, an die vertrauensvolle Arbeit mit Hermann Brodmann nahtlos anknüpfen zu können und die Zusammenarbeit mit der Kirche vor Ort fortführen zu können“, freut sich Barbara Jungwirth. „Für all sein Tun und Wirken in den letzten zehn Jahren innerhalb der Vinzenz-Familie, für die gute Vernetzung unserer Einrichtungen und Dienste in Kirche und Gesellschaft der Region Sigmaringen danken wir Hermann Brodmann in besonderem Maße und von ganzem Herzen“,  betont sie.

 

Auf Initiative von Pfarrer Ekkehard Baumgartner erhöht sich der Beschäftigungsumfang von Pastoralreferent Hermann Brodmann bei der katholischen Seelsorgeeinheit Sigmaringen um 50% auf eine ganze Stelle. Zusätzlich zu den bisherigen Aufgaben übernimmt er das Feld „Ökologie und Soziales", das in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen hat. Bis zum Jahr 2030 will die Erzdiözese Freiburg klimaneutral sein. Zur Unterstützung der Kirchengemeinden und Einrichtungen auf dem Weg zur Klimaneutralität wurde ein Klimaschutz-Fond eingerichtet, der Eigeninitiative und Engagement befeuern soll. Mit der Initiative „fair – nah – (öko) logisch“ sollen 80% der Einrichtungen, Kirchengemeinden und Verbände in der Erzdiözese Freiburg ihre Beschaffung (insbesondere Lebensmittel) nach fairen, regionalen und ökologischen Kriterien gestalten. Die von Diözesanrat und Erzbischof 2016 ins Leben gerufene Initiative knüpft an die Enzyklika „Laudato si“ von Papst Franziskus an, in der er eine weltweite komplexe sozio-ökologische Krise beschreibt.

In den bereits bestehenden Arbeitsfeldern wird Pastoralreferent Hermann Brodmann weiterhin tätig sein. Er verantwortet die theologische Erwachsenenbildung in Zusammenarbeit mit dem Bildungszentrum Gorheim, leitet das „Projekt 72“ zur Bestellung von nebenamtlichen Gemeindebeauftragten, begleitet die Pfarrgemeinde Mariä Himmelfahrt Bingen mit St. Wendelin Hochberg und übernimmt Beerdigungsdienste.

 

 

Das Foto zeigt Pastoralreferent Hermann Brodmann.

Bildnachweis: Erwin Schultheiß