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Corona-gerechter Zirkus in St. Anna

| Region Schwäbisch Gmünd

Corona-gerechter Zirkus in St. Anna

Zum zweiten Mal trat der Zirkus Alaska auf Einladung des Freundeskreises St. Anna im Innenhof des Seniorenzentrums auf. Seit mehr als einem Jahr sitzt der kleine Familienzirkus in Schwäbisch Gmünd fest. Aus dem ursprünglich geplanten zweiwöchigen Gastspiel sind durch die Corona-Pandemie inzwischen vierzehn Monate nahezu ohne reguläre Vorstellung geworden.
 

Einer der raren Auftritte fand nun erneut im Seniorenzentrum St. Anna statt – im Freien, mit einigen abgewandelten Nummern aus dem Programm und sogar mit ein paar Zirkustieren. Die Bewohner verfolgten die Vorstellung von ihren Fenstern und Balkonen aus. „Ausschließlich Logenplätze – das war auch für uns ungewohnt“, lacht Zirkusdirektor Alois Frank, obwohl ihm eigentlich nicht zum Lachen zumute ist. Seit mehr als einem Jahr leben Artisten und Tiere fast ausschließlich von Spenden. „Stadt, Unternehmen und viele Menschen in Gmünd und Umgebung unterstützen uns großzügig. Trotzdem wird es immer enger für uns. Da sind wir natürlich sehr dankbar, wenn wir mit solchen Auftritten wenigstens ein paar Einnahmen erwirtschaften können.“ Vor allem die Situation, weiterhin ohne klare Öffnungsperspektive zu sein, empfindet Alois Frank als „bedrückend“.

Engagiert wurde der Zirkus vom Freundeskreis Seniorenzentrum St. Anna e.V. Für dessen Vorsitzenden, Diakon Herbert Baumgarten, soll die Zirkusvorstellung nur ein Anfang sein. „Wenn es das Pandemiegeschehen erlaubt, wollen wir dieses Jahr noch mit einigen Aktionen und Veranstaltungen dabei helfen, dass Schritt für Schritt das normale Leben ins Seniorenzentrum zurückkehrt“, erklärt er und nennt das Dialogtheater im Juni, das St. Anna-Sommerfest im Juli und das Benefizkonzert mit den Gebrüdern Stenzl im November als Beispiele.
 

Alois Frank beantwortet gerne Fragen zum Zirkus Alaska: 0159 01075176.

 

Das Bild zeigt eine Hula-Hoop-Akrobatik im Innenhof des Seniorenzentrums St. Anna.