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Person-zentrierte Pflege – Wertschätzende Beziehung erfolgreich gestalten

| Region Schwäbisch Gmünd

Person-zentrierte Pflege – Wertschätzende Beziehung erfolgreich gestalten

Die Klausurtagung der Führungskräfte der Vinzenz von Paul gGmbH, verantwortlichen Mitarbeitern des Qualitätsmanagements, der Seelsorge und zentralen Praxisanleitung in der Region Schwäbisch Gmünd hat für neuen Schwung und Motivation gesorgt. 
 

Das Thema des Tages, die person-zentrierte Pflege, machte allen Teilnehmer:innen sehr deutlich bewusst, dass die Bewohner der stationären Einrichtungen, die Kunden bei Vinzenz ambulant und Gäste der Tagespflege klar im Zentrum der Arbeit bei der Vinzenz von Paul gGmbh stehen. Alles Handeln, alles Tun, alle Angebote sollen sich an den Bedürfnissen, den Wünschen und den Ressourcen und Fähigkeiten der Person ausrichten. Unter dem einfachen Motto „Kontakt vor Funktion“ wird die Beziehungsgestaltung und Förderung von wertschätzender Interaktion in den Mittelpunkt des Handelns gestellt. Dieser Ansatz liegt auch dem Expertenstandard „Beziehungsgestaltung in der Pflege von Menschen mit Demenz“ zugrunde, dessen Einführung Impulsgeber bei der Vinzenz von Paul gGmbH war, sich intensiver mit diesem Thema auseinander zu setzen. Die Moderatorin der Klausur, Dr Beate Radzey, Expertin für Demenz betonte, dass dabei nicht nur das körperliche Wohlbefinden im Fokus steht, sondern alle Bedürfnisse und Wünsche der Menschen, die von uns begleitet werden. Schließlich soll der letzte Lebensabschnitt der einzelnen Person so erfüllend wie möglich gestaltet werden.
 

Beate Radzey betonte weiterhin, dass dieser Einstiegstag die Führungskräfte für das Thema der person-zentrierten Pflege sensibilisieren soll. Jede Einrichtung entscheidet individuell wie sie den Ansatz bei sich implementieren möchte. Einig waren sich alle Teilnehmenden, dass das biografische Arbeiten hierfür eine zentrale Rolle spielt. Um person-zentriert handeln zu können, müssen wir wissen, wer die Person in unserer Obhut ist und vor allem, was ihr wichtig ist. Mit was hat sich die Person im früheren Leben beschäftigt, was waren ihre Hobbies, wie war ihr beruflicher Werdegang. Spielt das im Hier und Jetzt noch eine wichtige Rolle für die Person? Die Aufgabe aller begleitenden Mitarbeitenden ist nun gemeinsam herauszufinden, wie diese Person am besten unterstützt werden kann. Die Leiterin der Region, Isolde Otto-Langer, wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Auseinandersetzung mit dem Thema alle Berufsgruppen in den Einrichtungen, Pflege, Betreuung und Hauswirtschaft gleichermaßen betrifft und die Umsetzung nur gelingen kann, wenn hier ein gutes Miteinander besteht. Nadine Henning, Einrichtungsleitung im Haus Riedäcker und Karin Zeyfiyan, Einrichtungsleitung im Haus Deinbach konstatieren, dass viele der angesprochenen Themen bereits umgesetzt werden, dass aber auch klar ein Weiterentwicklungsbedarf besteht, damit die Einrichtungen zukunftsfähig aufgestellt sind und den immer differenzierter werdenden Bedürfnissen der Bewohnerschaft gerecht werden. Auch Konstantin Wall, der Einrichtungsleiter von St. Anna nimmt seiner Einschätzung nach viele Impulse mit, die insbesondere bei der konzeptionellen Ausrichtung des Neubaus umgesetzt werden sollen. Letztlich fasst Maria Lehnert abschließend zusammen: Dieser Tag passte klar zum Leitmotto der Vinzenz von Paul gGmbH „Liebe sei Tat“.