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Tag der offenen Tür auf dem Vinzenz Areal

| Region Wangen im Allgäu

Tag der offenen Tür auf dem Vinzenz Areal

Großes Interesse beim Tag der offenen Tür auf dem Vinzenz Areal in Wangen

Der Andrang war groß: Beim Tag der offenen Tür des neuen Vinzenz Areals setzt ein munteres Treiben auf der Berger-Höhe in Wangen im Allgäu ein. „Wir sind überwältigt, wie groß das Interesse an dieser Form des seniorengerechten Wohnens ist“, sagt die Regionalleiterin in Wangen, Simone Breuling. Ohne Unterbrechung führen sie und ihre Kolleginnen und Kollegen Gruppen durch die Räume der drei Gebäude, die von der Vinzenz von Paul gGmbH betrieben werden. Zum Vinzenz Areal gehören noch drei weitere Gebäude der Firma Reisch, die an Singles, Paare und Familien vermietet werden, so dass zusammengenommen ein generationsübergreifendes Projekt daraus wird. „Das ist neu und gibt es so noch nicht in Wangen“, so Breuling stolz.


Neu ist auch, dass ein Arealmanager sich um die Belange der Bewohner der Vinzenz-von-Paul-Wohnungen kümmert. Philippe Schuler ist bereits seit vergangenem Jahr in der Planung des Projekts tätig. Die ersten Bewohner konnte er schon willkommen heißen. Am Samstag, dem Tag der offenen Tür, werden bereits Umzugskisten in die eben fertiggestellten Wohnungen geschleppt. In den kommenden Wochen werden weitere folgen. Denn mehr als 40 Wohnungen sind bereits vermietet, einige vorgemerkt. „Es stehen aber noch eine Handvoll Wohnungen zur Verfügung“, sagt Schuler. Er freut sich auf seine neue Aufgabe. „Es sollen sich alle wohlfühlen auf dem Areal.“
Fest geplant ist bereits ein Mittagstisch für Bewohner und Gäste von außen. Und das an sieben Tagen die Woche. Zum Programm gehören Kaffeenachmittage, Gymnastikkurse, Gedächtnistraining, Kinoabende. „Ich bin auch gespannt, welche Ideen von den Bewohnerinnen und Bewohnern kommen“, sagt Schuler. Eine Gruppe des Bürgerforums Wangen, einem regen Verein für Seniorinnen und Senioren, meldete bereits Interesse an, in den Gemeinschaftsräumen, dem Areal-Treff, Veranstaltungen anzubieten. „Wir sind froh, wenn die Räume bespielt werden“, so Schuler. Auch die Bewohner der drei Reisch-Gebäude können hier Räume anmieten, für Kindergeburtstage zum Beispiel.
Als gemeinsamer Treffpunkt im Freien soll der an die Kapelle angrenzende Quartiersplatz dienen. Hier stehen noch die Bagger, bis zur offiziellen Eröffnung am 5. Juli wird der Platz aber definitiv angelegt sein, mit Freilichtbühne und Sitzgelegenheiten.
Selbstbestimmt und dennoch seniorengerecht leben, das ist das Ziel dieses Projekts. Damit das gelingt, sind die Wohnungen alle barrierefrei und mit innovativer Technik ausgestattet. Notfallruf, Sturzradar, Inaktivitätsmelder, Orientierungslichter und eine Herdsicherung sind entweder bereits installiert oder können nachgerüstet werden. Eine Care-Managerin kümmert sich um Fragen zur Pflege, ein Hausmeister um die Technik. Es gibt vor der Tür ein Car-Sharing-Angebot, ein Kaffee- und Getränkeautomat ist vorhanden, ein Regiomat mit Lebensmitteln in Planung.


Auch überregional hat sich diese neue Form des seniorengerechten Wohnens in Wangen schon herumgesprochen. Zwei Busse aus Gomaringen bei Tübingen sind samt Bürgermeister angereist, um sich zu informieren. Tatsächlich sind die 62 Wohnungen der Vinzenz von Paul gGmbH sehr ansprechend gestaltet, in freundlichen Farben und lichtdurchflutet, alle mit Balkon. Gut 30 Quadratmeter hat das Mikro Apartment im Gebäude Stuiben. Die 2-Zimmer-Wohnungen im Haus Mittag reichen von 47 bis knapp 60 Quadratmeter. Komfort-Wohnen ab 60 Quadratmeter gibt es im Haus Hochgrath auf bis zu 68 Quadratmetern. Benannt sind die Gebäude nach der Nagelfluhkette in den Alpen, die man von vielen Balkonen aus sehen kann.  


Neu ist auch die Tagespflege im Haus Mittag, geleitet von Martina Rief. Sie bietet Platz für 15 Gäste und hat bereits den Betrieb aufgenommen. Die Sozialstation St. Vinzenz ist im Haus Stuiben untergebracht. Von dort aus werden die Einsätze in den Häusern, aber auch außerhalb koordiniert.
Die Reisegruppe aus Gormaringen ist sich jedenfalls nach der Besichtigung einig: „So etwas wollen wir bei uns auch haben.“