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Unterwegs in der SIGscha

| Region Sigmaringen

Unterwegs in der SIGscha

Erst geht durch den Sigmaringer Prinzengarten und dann die Donau entlang, bevor Rudi Neusch mit seiner knallorangenen Rikscha Richtung Innenstadt abbiegt. Die beiden Seniorinnen, die auf den Sitzen der Radkutsche platzgenommen haben, genießen die Fahrt sichtlich. „Ich wusste gar nicht, wie schön Sigmaringen ist“, sagt eine von ihnen begeistert, als sie wieder an ihrem Ausgangspunkt, dem Innenhof des Seniorenwohn- und Pflegeheims Josefinenstift, ankommen. 

Rudi Neusch freut sich, den Seniorinnen mit der Ausfahrt eine schöne Zeit bereitet zu haben. Das ist das Ziel des Projekts SIGscha, das von ihm und dem Verein FairWandel SIG e.V. ins Leben gerufen wurde. Die Initiative aus der Bürgerschaft möchte mit verschiedenen Angeboten in Sigmaringen und der Umgebung die Gemeinschaft fördern und Antworten auf dringliche Zukunftsfragen geben. So veranstaltet der Verein neben den Rundfahrten mit der Radkutsche unter anderem auch ein Repair-Café, verschiedene Gesprächskreise und Kreativkurse. 

Die SIGscha-Fahrten werden für die Passagiere kostenlos angeboten. Die hohen Anschaffungskosten, Reparaturen und Versichrungen werden mithilfe von Spenden finanziert. Das Projekt richtet sich insbesondere an mobilitätseingeschränkte ältere Menschen. Im Seniorenwohn- und Pflegeheim Josefinenstift organisieren Betreuungsleitung Heike Dreher und ihr Team die Fahrten. Einmal pro Woche, immer mittwochs, finden sie statt. Und nachdem sich bei den Bewohnerinnen und Bewohnern herumgesprochen hat, wie viel Spaß es macht, sich durch die Stadt kutschieren zu lassen, erwarten viele diesen Wochentag voller Vorfreude: Für sie sind die Fahrten mit der SIGscha nicht nur eine willkommene Abwechslung, sondern auch eine Gelegenheit, ihre Stadt noch einmal auf eine ganz besondere Weise zu erleben.