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Praxisbegleitung in einer Ausbildungsstation
Acht Auszubildende aus der Region Sigmaringen treten im Frühjahr zur Prüfung zur Pflegefachfrau an. Um sie bestmöglich darauf vorzubereiten, hat Praxislehrkraft Jenny Michailidis ein intensives Programm zur Prüfungsvorbereitung auf die Beine gestellt: Innerhalb von zwei Wochen wurde das Wissen aus der bisherigen Ausbildungszeit aufgefrischt, gefestigt und durch neue Inhalte ergänzt. Die Zeit wurde dafür gezielt in einen theoretischen und einen praktischen Block unterteilt.
„Das Projekt ‚Praxisbegleitung in einer Ausbildungsstation‘ umfasste in der ersten Woche, der Theorieeinheit, zwölf verschiedene Themenblöcke, die gemeinsam intensiv bearbeitet wurden. Es ging zum Beispiel um Vorbehaltsaufgaben, Verantwortung und Fehlerkultur sowie um Wund- und Medikamentenmanagement“, berichtet Jenny Michailidis.
Der praktische Teil des Projekts fand im Anschluss in enger Zusammenarbeit mit dem Seniorenzentrum Krauchenwies statt. Hier arbeiteten die Auszubildenden aktiv mit und setzten das Erlernte direkt um. Paarweise begleiteten sie die Kolleginnen und Kollegen des Seniorenzentrums, die sie in verschiedene Bereiche wie Pflege, Schichtleitung, Betreuung und Medikamentenmanagement einbanden. Auch Einblicke in Leitungsaufgaben waren möglich.
„Viele Aufgaben wurden dabei selbstständig übernommen, während die Kolleginnen und Kollegen im Hintergrund bereitstanden und bei Bedarf unterstützten“, so Jenny Michailidis. „Für den praktischen Teil haben die Auszubildenden außerdem einen Laufzettel erhalten, auf dem sie die Risikobereiche von drei Bewohnern festhalten sollten. Am letzten Tag fand ein Pflegeprozesstag statt, an dem wir gemeinsam noch einmal die Erfassung, Planung, Durchführung und Evaluierung pflegerischer Maßnahmen durchgegangen sind.“
Insgesamt zieht Jenny Michailidis ein sehr positives Resümee. Das Projekt stieß im Seniorenzentrum Krauchenwies von Anfang an auf große Offenheit und Unterstützung. Die Auszubildenden nutzten die Gelegenheit, ihr Wissen zu vertiefen und Erlerntes praktisch anzuwenden – eine ideale Vorbereitung auf die bevorstehenden Prüfungen.
Jenny Michailidis ist stolz auf ihre Schützlinge: „Durch das Projekt haben sie sich nicht nur viel Wissen angeeignet, sondern auch Selbstvertrauen gewonnen, Aufgaben selbstständig durchzuführen. Besonders hat sich gezeigt, dass alle echte Teamplayer sind. Am besten gelingt die Arbeit, wenn man sich gegenseitig unterstützt und auf Augenhöhe kommuniziert – das gilt ganz besonders, wenn man in einem fremden Haus arbeitet.“
Zum Abschluss des Projekts lud Jenny Michailidis alle Beteiligten zu einem gemeinsamen Pizzaessen ein.