Zum Hauptinhalt springen Skip to page footer

Neuigkeiten

› zurücksetzen

| Region Sigmaringen

Seelsorge als Führungsaufgabe

Menschen in Führungspositionen tragen viel Verantwortung – für die Verteilung von Aufgaben, die Gestaltung von Prozessen und für das Erreichen der Ziele eines Unternehmens. Sie tragen aber auch Verantwortung für die Menschen, die im Unternehmen arbeiten, für deren Gesundheit und ihre Weiterentwicklung. Seelsorge wird damit zur Führungsaufgabe.

Zu diesem Thema haben sich die Leitungskräfte der Region Sigmaringen unter der Regionalleitung Barbara Jungwirth und der Seelsorgebeauftragten Heike Dreher zu einer Klausurtagung im Berggasthof „Höchsten“ mit Blick auf Berge und Bodensee versammelt. „Was zeichnet gute Führungskräfte aus und welche Rolle spielt die Seelsorge dabei? Das ist eine spannende und wichtige Fragestellung, insbesondere in einem Unternehmen mit einem christlichen Selbstverständnis wie dem unseren“, sagt Heike Dreher. 

Um sich einer Antwort anzunähern, reflektierte die Gruppe erst das eigene Berufsleben und arbeitete anschließend heraus, was ihre eigenen Führungskräfte zu guten Chefinnen und Chefs gemacht hat. Zuhören, Menschen ernst nehmen, sich Zeit für sie nehmen und Hoffnung geben waren vielgenannte Beschreibungen. „Seelsorge beginnt dort, wo Mitarbeitende nicht nur als Arbeitskräfte gesehen werden, sondern als Menschen mit Hoffnungen, Sorgen, Fragen und einer unverlierbaren Würde. Dem tragen gute Führungskräfte Rechnung: Sie stärken Menschen, geben Hoffnung und schaffen Orientierung“, fasst Heike Dreher die Ergebnisse zusammen.

Doch nicht nur die Mitarbeitenden brauchen Führungskräfte, die sie anleiten und für sie sorgen. „Wer sorgt für die Sorgenden“ – darum ging es im zweiten Teil der Klausurtagung. Nach einem erholsamen Spaziergang in der Natur erarbeitete die Gruppe Ankerpunkte, die Halt im Leben und im Arbeitsalltag geben. Familie und Freunde zählen hier zu den wichtigsten, aber auch Tiere und der Aufenthalt in der Natur wurden genannt. „Mit Blick auf die Arbeit wurde herausgearbeitet, dass besonders der kollegiale Austausch als Kraftquelle wichtig ist“, so Heike Dreher. „Zusätzlich gilt es, sich bewusst kleine Pausen zu schaffen und achtsam mit den eigenen Kräften umzugehen. Denn nur wer selbst gut für sich sorgt, kann auch anderen Halt geben und sie verlässlich begleiten.“